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Fugendichtungsmassen

PCB in Fugendichtungsmassen

In Fugendichtungsmassen wurde in den Jahren 1950 - 1975 PCB als Weichmacher beigemischt. Der direkte Hautkontakt ist zu vermeiden. PCB entwickeln Emissionen in der Umgebungsluft und können gesundheitsschädigend wirken. Für die Beurteilung eines Sanierungsbedarfs ist die Objektnutzung, resp. der Aufenthalt in kontaminierten Räumen, entscheidend. Abhängig von der Innenraumbelastung sowie der Nutzung der Räumlichkeiten ist eine Raumluftmessung erforderlich. Bei Messungen eines Jahresmittelwerts von mehr als 2 ng/m3 bei Daueraufenthalt oder 6 ng/m3 bei Tagesaufenthalt sind Sanierungsmassnahmen erforderlich. Bei Um- und Rückbauarbeiten gelten die Vorgaben nach VVEA sowie der gesetzlich vorgeschriebene Grenzwert für PCB-haltige Stoffe von 50 ppm (mg/kg) bei der Entsorgung.

Empfohlene Vorgehensweise für die Demontage und Beseitigung von PCB-belasteter Fugendichtungsmasse im Aussenbereich. Massnahmen gegen PCB-Exposition:

Demontage nach Suva Factsheet 33111. ACHTUNG: Es sind nur Firmen zu beauftragen, die über das qualifizierte Fachpersonal sowie über die erforderlichen Ausrüstungen verfügen. Die Aufnahme von PCB erfolgt über die Atmung, den Magen und über die Haut. Bei der Demontage sind der direkte Hautkontakt und das Einatmen von Staub und Dämpfen zu vermeiden. Die notwendige Schutzausrüstung ist abhängig vom Umfang der Arbeiten. Bei Sanierungsarbeiten in geringem Umfang: Schutzmaske FFP3 oder je nach Situation Schutzmaske A2/FFP3, Schutzbrille, Einwegschutzanzug Kategorie 3 Typ 5/6 mit Kapuze oder je nach Situation Chemieschutzoverall Typ 3, 4, 5, 6e, Industriestaubsauger mit Filter der Staubklasse M, Handschuhe resistent gegen Chemikalien, Sicherheitsschuhe. Bei Sanierungsarbeiten in grösserem Umfang: Schutzmaske A2/FFP3 oder Atemschutzgeräte, Schutzbrille, Chemieschutzoverall Typ 3, 4, 5, 6e, Industriestaubsauger mit Filter der Staubklasse M, Handschuhe resistent gegen Chemikalien, Sicherheitsschuhe. Ebenso ist das Vorgehen abhängig vom Umfang der Arbeiten. Generell gilt es bei jeder Entfernung von Fugendichtungsmassen Staubentwicklung und Erhitzungen zu verhindern. Werkzeug und Materialoberfläche dürfen sich nicht über 100 °C erwärmen. Eine Erhitzung vom PCB über 250°C würde zur Erzeugung hochgiftiger Dämpfe (PCDD/PCDF) führen. Staubentwicklungen werden unter Absaugen an der Quelle so gering wie möglich gehalten. Wenn notwendig sind staubdichte Einhausungen oder Abschottungen mit Unterdruck zu errichten. Das entfernte Material wird anschliessend in dicht schliessende Gebinde UN 2315 deponiert, gekennzeichnet und in einer Sonderabfallverbrennungsanlage SAVA fachgerecht entsorgt. Der Transport erfolgt nach VeVA 17 09 02 S. Nach abgeschlossener Arbeit werden die Arbeitsbereiche mit dem Industriesauger abgesaugt und feucht gereinigt. Auch persönliche Schutzausrüstungen wie Helm, Schuhe usw. müssen gut gereinigt und gewaschen werden. Einweg Schutzmasken/Anzug nur einmal benutzen und anschliessend entsorgen.

Suva Factsheets

​Rechtliche Hinweise: Die Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Bauschadstoffe.ch übernimmt keine Haftung für die hier veröffentlichten Hinweise und Angaben. Die Informationen zu Sanierungen und Entsorgung basieren auf den Vorgaben der Behörden und der Suva.

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Fugendichtungsmassen

CP in Fugendichtungsmassen

CP dient als Ersatz für PCB in Fugendichtungsmassen für dauerelastische Dehnungsfugen im Betonbau oder Anschlussfugen für Türen, Fenster und im Sanitärbereich. Nach dem Verbot von PCB wurde bis ins Jahr 1990 CP mit hohen Gehalten verwendet. Bis heute dürfen jedoch Materialien mit bis zu 0.15% CP verwendet werden.  Bei hohen CP-Gehalten in Fugendichtungsmassen ist der direkte Hautkontakt zu vermeiden. CP entwickeln Emissionen in der Umgebungsluft und können gesundheitsschädigend wirken. Für die Erforderlichkeit von Sanierungsmassnahmen ist die Objektnutzung, resp. der Aufenthalt in kontaminierten Räumen, entscheidend. Bei Um- und Rückbauarbeiten gelten die Vorgaben nach VVEA sowie der gesetzlich vorgeschriebene Grenzwert für CP-haltige Fugenmassen von 10'000 ppm (mg/kg) bei der Entsorgung.  

Empfohlene Vorgehensweise für die Versiegelung oder Entfernung von CP-haltigen Fugendichtungsmassen:

Um den Hautkontakt durch Berührung oder eine Kontamination der Umgebung mit CP-haltigen Fugendichtungsmassen zu vermeiden, empfiehlt sich die Versieglung der vorhandenen Fugendichtungsmassen. Dazu können die Fugen mit geeignetem Abdeckmaterial oder mit einem Sperrprimer versiegelt werden. Werden die Fugendichtungsmassen entfernt, ist bei der Demontage der direkte Hautkontakt und das Einatmen von Staub und Dämpfen zu vermeiden. Empfohlene Schutzausrüstung: Schutzmaske FFP3, Schutzbrille, Einwegschutzanzug Kategorie 3 Typ 5/6 mit Kapuze, Industriestaubsauger mit Filter der Staubklasse M, Handschuhe resistent gegen Chemikalien, Sicherheitsschuhe. Das Vorgehen ist abhängig vom Umfang der Arbeiten. Generell gilt es bei jeder Entfernung von Fugendichtungsmassen Staubentwicklung und Erhitzungen zu verhindern. Werkzeug und Materialoberfläche dürfen sich nicht über 100 °C erwärmen. Staubentwicklungen werden unter Absaugen an der Quelle so gering wie möglich gehalten. Wenn erforderlich sind staubdichte Einhausungen oder Abschottungen zu errichten. Das entfernte Material wird anschliessend in dicht schliessende Gebinde deponiert und in einer Sonderabfallverbrennungsanlage SAVA oder einer KVA mit entsprechender Bewilligung fachgerecht entsorgt. Der Transport erfolgt nach VeVA 17 09 03 S. Nach abgeschlossener Arbeit werden die Arbeitsbereiche mit dem Industriesauger abgesaugt und feucht gereinigt. Auch persönliche Schutzausrüstungen wie Helm, Schuhe usw. müssen gut gereinigt und gewaschen werden. Einweg Schutzmasken/Anzug nur einmal benutzen und anschliessend entsorgen.

​Rechtliche Hinweise: Die Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Bauschadstoffe.ch übernimmt keine Haftung für die hier veröffentlichten Hinweise und Angaben. Die Informationen zu Sanierungen und Entsorgung basieren auf den Vorgaben der Behörden und der Suva.

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Self Test PCB / CP     

zur Bestimmung von PCB / CP in Fugendichtungsmassen 

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