
PFAS
PFAS in Baumaterialien
Die "Ewigkeitschemikalie" PFAS steht für “per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen”. Es ist der Sammelbegriff für eine grosse Gruppe von Industriechemikalien, bei denen viele oder alle Wasserstoffatome durch Fluor ersetzt werden. Dadurch sind sie sehr beständig und werden aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften für viele Baumaterialien verwendet. Durch belastete Materialien wie Beton/Mischabbruch, Beschichtungen, Bodenbeläge, Dämmstoffe, Farbe und Lacke, Fugenmassen oder Löschwasser- und Schäume bei Bränden können PFAS bei der Verwertung in den Recyclingbeton oder bei einer Deponierung in die Deponie-Sickerwässer gelangen. PFAS werden in der Umwelt und im Körper nur langsam oder gar nicht abgebaut und reichern sich in Wasser, Boden und Organismen an. Für die Handhabung, Beurteilung und Entsorgung von PFAS-haltigen Rückbaumaterialien fehlen zurzeit in der Schweiz noch klare Vorgaben oder Empfehlungen. Dennoch werden aufgrund finanzieller Risiken in Lieferantenschreiben bereits Anforderungen und Grenzwerte z.B. für Beton verlangt. Ebenso empfiehlt der Baustoff Kreislauf Schweiz nach Absprache mit dem BAFU den Deponiebetreiber von den Entsorgern Nachweise entsprechend den vom BAFU im August 2025 vorgeschlagenen Grenzwerte zu verlangen. Aufgrund dieser unklaren Rechtssituation empfiehlt sich bereits vor einer Auftragsvergabe für Entsorgungen eine allfällige PFAS-Untersuchung entsprechend der Vorgabe der lokalen Behörden und der Abfall-Abnehmern.
Rechtliche Hinweise: Die Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Bauschadstoffe.ch übernimmt keine Haftung für die hier veröffentlichten Hinweise und Angaben. Die Informationen zu Sanierungen und Entsorgung basieren auf den Vorgaben der Behörden und der Suva.
