
Spritzisolation
Spritzasbest, Spritzbeläge
Spritzisolationen dienten als Brandschutz, Wärmedämmung oder auch als akustische Dämmung oder Tropfwasserschutz. Der Spritzbelag wurde direkt auf das Material gleichmäßig aufgesprüht. Typische Anwendungsbereiche waren an Stahlkonstruktionen und Decken, aber auch an Beton, Backsteinwände oder in Lüftungskanälen. Spritzasbest ist eine der gefährlichsten Formen von Asbestanwendungen. Spritzbeläge haben einen sehr hohen Asbestanteil und sind schwach gebunden. Bereits bei geringer Erschütterung oder durch Luftzug können viele Fasern freigesetzt werden. Die Verwendung wurde aufgrund der hohen Faserfreisetzungsgefahr bereits in den 1970er Jahren eingestellt.
Empfohlene Vorgehensweise für die Entfernung und Entsorgung von asbesthaltigen Spritzisolationen. Massnahmen gegen Asbestexposition:
Sanierung nach EKAS Richtlinie Nr. 6503. ACHTUNG: Die Sanierung darf nur durch eine von der Suva anerkannten Asbestsanierungsunternehmung ausgeführt werden. Die Sanierung erfolgt in einer vorgängig errichteten Unterdruckzone mit Dekontaminationsschleusen und Filteranlagen der Staubklasse H. Innerhalb der Unterdruckzone wird das asbesthaltige Material entfernt und in Spezialsäcke abgefüllt, welche in einer Deponie Typ D/E entsorgt werden. Der Transport erfolgt nach VeVA (Verordnung über den Verkehr mit Abfällen) mit Begleitschein für Sonderabfälle. Abschliessende Schlussmessung durch ein unabhängiges Messinstitut. Der Beizug einer Fachbegleitung/Fachbauleitung ist empfohlen und wird bei gewissen Objekten von den Behörden vorgeschrieben.
Rechtliche Hinweise: Die Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Bauschadstoffe.ch übernimmt keine Haftung für die hier veröffentlichten Hinweise und Angaben. Die Informationen zu Sanierungen und Entsorgung basieren auf den Vorgaben der Behörden und der Suva.
